Bildungsangebot

Das IB-Diplomprogramm

Das Diplomprogramm ist ein anspruchsvolles voruniversitäres Kursangebot für Schüler im Alter von 16 bis 19 Jahren. Es handelt sich um ein umfassendes zweijähriges Programm, das die Schüler anleitet, nicht nur lernbegierige und forschende, sondern auch einfühlsame und mitfühlende Menschen zu werden. Siehe auch: www.ib-matura.ch

Im Rahmen der Initiative EOS (Erweiterte Oberstufe) befindet sich die Rudolf Steiner Schule Oberaargau z.Zt als erste Steiner-Schule der Schweiz im Anerkennungsverfahren um das IB-Diploma (eine international anerkannte Matura) als Mittelschul-Abschluss mit einer 12. und 13. Klasse ab Sommer 2017 (Abschluss erstmals möglich ab Sommer 2019) einzuführen. 

Der RSSO wurde von der IBO (International Baccalaureate Organization) per 1. September 2014 in den IBDP-Kandidatenstatus aufgenommen. Das Anerkennungsverfahren wurde am 7. November 2016 erfolgreich eingereicht.

Ein Schwerpunkt des IB-Diplomprogramm ist es, den Schülern ein interkulturelles Verständnis, Offenheit und die Einstellungen zu vermitteln, die sie benötigen, um verschiedene Ansichten respektieren und beurteilen zu können, siehe IB-Lernerprofil.

Der IB-Lehrplan

ib uebersicht 2014Das Programm besteht aus sechs akademischen Bereichen, die sich um einen Kern gruppieren (siehe Abbildung rechts). Er fördert das gleichzeitige Studium einer Vielzahl von akademischen Bereichen. Die Schüler belegen zwei moderne Sprachen (oder eine moderne und eine klassische Sprache), ein geisteswissenschaft-liches oder sozialwissenschaftliches Fach, eine experimentelle Wissenschaft, Mathematik und ein Fach aus dem Bereich der Künste. Diese umfassende Bandbreite an Fächern macht das Diplomprogramm zu einem anspruchsvollen Lehrgang, der die Schüler effektiv auf das Universitätsstudium vorbereitet. In jedem der wissenschaftlichen Bereiche haben die Schüler Entscheidungsfreiheiten, so dass sie Fächer wählen können, an denen sie besonders interessiert sind und die sie eventuell in Zukunft an der Universität studieren möchten.

pdfIB-Leitbild, -Lernerprofil, -Kurzbeschrieb

Auswahl der richtigen Kombination

Die Schüler müssen ein Fach aus jedem der sechs akademischen Bereiche wählen, obwohl sie auch ein zweites Fach aus den Gruppen 1 bis 5 anstelle eines Faches aus Gruppe 6 wählen können. Normalerweise werden drei Fächer (jedoch nicht mehr als vier) in der Leistungsstufe (LS) und die anderen Fächer in der Grundstufe (GS) belegt. IB empfiehlt 240 Unterrichtsstunden für LS-Fächer und 150 Stunden für GS-Fächer.

Die Fächer in der LS werden tiefgehender und umfassender behandelt als diejenigen in der GS.
In beiden Stufen werden viele Kompetenzen erworben, insbesondere kritisches Denken und Analyse.

Am Ende des Lehrgangs werden die Fähigkeiten der Schüler mittels externer Bewertung gemessen. Viele Fächer enthalten auch Kursarbeiten, die von den jeweiligen Lehrern bewertet werden. Für die Fächer stehen Prüfungen in Englisch, Französisch und Spanisch zur Verfügung, mit der Ausnahme der Kurse der Gruppe 1 und 2, in denen die Prüfungen in der Unterrichtssprache stattfinden.

Der Zentrum des Kreises 

Alle Schüler des Diplomprogramms nehmen an den drei Elementen teil, die den Kern des Sechsecks bilden. Das Überdenken aller dieser Elemente bildet das Kernstück des Denkansatzes des Diplomprogramms.

Das Fach Erkenntnistheorie verlangt von den Schülern, über das Wesen von Wissen nachzudenken, den Lernprozess in allen Fächern, die sie im Rahmen ihres Diplomprogramms belegt haben, zu reflektieren und Zusammenhänge zwischen diesen herzustellen.
Der umfangreiche Fachaufsatz, eine wesentliche schriftliche Arbeit von bis zu 4.000 Wörtern, ermöglicht den Schülern, ein selbstgewähltes Thema von besonderem Interesse zu erforschen. Er ermöglicht ihnen auch, die von Universitäten erwartete Kompetenz der selbständigen Forschung zu entwickeln.
Kreativität, Aktivität, Dienst (KAD) führt die Schüler zum empirischen Lernen, indem sie an einer Reihe von künstlerischen, sportlichen, körperlichen und Aktivitäten im Dienstleistungsbereich teilnehmen.

Besonderer Förderbedarf

Schulen müssen sicherstellen, dass die Kandidaten mit einem besonderen Förderbedarf gleiche Zugangsbedingungen erhalten und zumutbare Anpassungen bereitgestellt werden, die mit den IB-Dokumenten Candidates with special assessment needs und Special educational needs within the International Baccalaureate Programmes in Einklang stehen.

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