Bildungsangebot

Iglubau auf der Engstligenalp am 18./19. März 2010

 

Abfahrt Langenthal 6:49 Uhr. So früh...-! Voll beladen mit Schaufel, Säge, Schlafsack, Isomatte, Kocher, Töpfe, viele Kleider und genug zu Essen nahmen wir unsere reservierten Plätze (Zum Glück reserviert, sonst hätten wir ein Problem mit dem sperrigen Gepäck!) im Zug ein. Die ersten Sonnenstrahlen liessen auch die letzten müden Gesichter nicht mehr ganz so müde erscheinen. In Bern stiegen wir auf den Zug nach Frutigen um. Im Zug nach Frutigen setzte Herr Lang uns Kollegen mit der Iglubauweise auseinander.

Fünf Iglus sollten gebaut werden mit einem Durchmesser von 2,8 m. Schneeblöcke in der Grösse von ca. H: 60cm, L: 60cm, B: 20cm müssen aus der ca.1,5 m dicken Schneedecke geschnitten und spiralförmig in einem bestimmten Winkel aufeinander gesetzt werden. Soviel zur Theorie. Auf der schönen Fahrt am Thunersee entlang erreichten wir bald darauf Frutigen, wo wir in den Bus Richtung Adelboden stiegen. Kurz vor Adelboden ging es dann mit einem weiteren Bus das Engstligental hinauf bis zur Talstation der Luftseilbahn, die uns dann von ca. 1600m auf die fast 2000m hoch liegende Engstligenalp beförderte. Oben angekommen eröffnete sich dem Blick eine wunderschöne, noch tiefverschneite Ebene, die fast vollständig umringt ist von mächtigen, bis auf 3000m Höhe ansteigenden Bergen.

Jetzt hiess es die Schneeschuhe anschnallen und sich auf einen Marsch von ca. einer halben Stunde bereit machen. Die Kühle des Schnees tat geradezu gut, bei der schon sehr starken Sonneneinstrahlung, die uns auf dem Weg zu unserem Bauplatz ganz schön ins Schwitzten kommen liess. Aufgeteilt in fünf Gruppen machten wir uns endlich an die praktische Erfahrung des Iglubaus. Mit viel Elan gingen wir an die Arbeit und kamen auch schnell vorwärts. Richtig spannend und schwierig wurde es vor allem am Ende, wo es darum ging Steine fast horizontal zu bauen, um die Kuppel schliessen zu können. Bis auf ein Iglu ist es uns bei allen gelungen die Kuppel zu schliessen und zum Übernachten vorzubereiten. Mit dem Einbruch der Nacht machten wir uns dann endlich ans Kochen. Schneekochen braucht doch ganz schön lange, so dass einige sich sehr gedulden mussten, bis sie etwas Warmes zu Essen bekamen. Erschöpft und die meisten todmüde versuchten wir in unseren Iglus den Schlaf zu finden. Manch einem setzte die Kälte doch ganz schön zu. Vor allem waren am nächsten Morgen alle feuchten Kleider und Schuhe hart gefroren, so dass es einige Zeit brauchte, bis wir uns aufwärmen konnten. Zum Glück kam schon bald die Sonne hinter dem Berg hervor und wärmte uns so stark, dass einige sich im T-Shirt auf einen kleinen Schneeschuhspaziergang machen konnten. Frohgemut und stolz über unsere schönen Iglus machten wir uns auf den Heimweg.

Erfahrungsbericht vom Klassenbetreuer
Karl-Johannes Gerwin

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