Bildungsangebot

Vier Monate in England

Samuel Schmitt, 10. Klasse. Einen Fremdsprachaufenthalt – etwas was mich sofort angesprochen hat. Wir waren im Sommer etwas spät dran, aber es reichte zur Anmeldung und ein paar Wochen später sass ich im Flugzeug und dachte: "Was habe ich mir hier eingebrockt..."

Aber ich gewöhnte mich schnell an das Leben in England. Ich lebe in einer Familie mit drei Kindern; der siebenjährigen Martha, dem elfjährigen Byron und dem vierzehnjährigen Joshua, der in meine Klasse geht. Ich verstand mich von Anfang an mit allen gut und konnte auch einige englische Wörter hervorbringen. Und das genügte auch, denn ich lerne die ganze Zeit dazu und habe jetzt – in der Hälfte meines Aufenthalts – jedenfalls kaum Sprachprobleme. Ich bin bestens in der Familie aufgehoben und werde als ein gewöhnliches Familienmitglied behandelt.

Durch die Woche besuche ich in die Steinerschule in South Devon, welche von der ersten bis zur zehnten Klasse geht, die aber etwas grösser als die in Langenthal ist. Meistens bin ich mit dem Fahrrad unterwegs und habe mich auch schon gut an das Linksfahren gewöhnt.

Die ersten zehn Tage der Schulzeit war die ganze Klasse in einem gemeinsamen Bauernpraktikum im Norden Englands, in der Nähe von Yorkshire. Es war auch ein wenig „Sozialpraktikum": wir arbeiteten auf vier verschiedenen Bauernhöfen in „Botton Village" einem international bekannten Camphill-Dorf, wo hauptsächlich behinderte Menschen leben und tätig sind. Durch diesen ausserschulischen Einstieg lernte ich die KlassenkameradInnen besser kennen und als die reguläre Schule startete, waren die drei Sprachaufenthaltsstudentinnen und ich schon gut in der Klasse integriert.

Nun sind Ferien, ich habe eine Geschichts- und eine Geologie-Epoche hinter mir und kann mich von den erstaunlich vielen Hausaufgaben, etwas ausruhen.

Ich treibe hier – wie die meisten – ziemlich viel Sport – Wildwasser-Kayak in der Schule (ein Nachmittag pro Woche) und jeden Samstag „Parcours". Ab und zu machen wir Familienausflüge ans Meer (meine ersten Surferfahrungen!) oder gehen im nahegelegenen Nationalpark mit dem Hund spazieren.

Heimweh habe ich nicht. Für das habe ich keine Zeit. Und wenn mir doch mal langweilig ist, dann habe ich ein dickes Buch voller Grammatikübungen, mit welchen ich einmal mehr an meinem Englisch arbeiten kann. Nächste Woche beginnt die Schule wieder und ich starte in die zweite Halbzeit. Ich freue mich!

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