Bildungsangebot

Heimatkunde 4. Klasse – Sich beheimaten können

Heidi Suter. Zu Beginn lernten die Kinder die Himmelrichtungen und die Windrose kennen. Das Schulhaus mit dem Garten und das Quartier wurden in eine erste Karte gezeichnet. Der eigene Schulweg wurde festgehalten.

In wöchentlichen Wanderungen mit dem Kompass zur Orientierung im Raum entlang den Gewässern wurde die weitere Umgebung erkundet. Anderntags zeichneten die Kinder den entsprechenden Kartenausschnitt und beschrieben die Reise.

Durch die Krise im 9. /10. Jahr bildet das Kind ein neues Raum- und Zeitgefühl. Vorher fühlte sich das Kind Eins mit der Welt. Nun steht es der Welt kritisch gegenüber, ein seelisches Aufwachen an der Umgebung findet statt. Nun werden feste Beziehungspunkte wichtig, um das neue Gefüge von Zeit und Raum zu bilden. Da zeigt sich eine Aufgabe der Erziehung:

Das Kind soll sich 'beheimaten' können.

Dazu braucht das Kind Möglichkeiten, sich individuell räumlich zu binden und Bedingungen, die es sein individuelles Zeitmass finden lassen: Auf Schusters Rappen die Distanzen in der Zeit erfahren und sich in den Raum stellen, könnte auch heissen, beheimatet werden in Zeit und Raum. Das sicher geleitete Hereinführen in den Raum wird zur Grundlage des Heranbildens von Weltinteresse und Menschenbegegnung. Wer ein 'Daneben -im -Raum' empfinden lernt, der kann später das Nebeneinander des Anderen (Menschen, Kulturen, Länder, Kontinente) wahrnehmen.

So kann Heimatkunde von der Selbsterfahrung im 9. /10 Lebensjahr zu Welterfahrung führen.

Schülerberichte

1. Wanderung: An der Langete

Roman. Wir sind mit der Bahn nach Madiswil gefahren. Wir liefen zur Grossmatt. Dort hörten wir die Sage vom Linksmäder. Dann sahen wir den Entlastungsstollen. Der Stollen dient dazu, dass die Langete nicht überflutet. Wir liefen an der Langete entlang weiter, Da sahen wir einen abgenagten Stamm vom Biber. Wir kamen nach Gutenburg und nach Lotzwil. Wir sahen die durchwässerte Wäspimatte.

Sophie, Skirmantas und Frau Suter. Bei Madiswil bestaunten wir den Stollen, der die Wasserflut in die Aare leitet. Bei einem Hochwasser war die Terrasse vom Mattenhof überflutet. Bei Lotzwil entdeckten wir Biberspuren. Bei den Wässermatten wurde das Wasser mit Britschen in den Graben geleitet. Die Matten werden gewässert: Wässermatten.

2. Wanderung: Im Rottal

Sarah und Anna. Wir sind mit dem Zug nach St. Urban gefahren. In der Matte bei Altbüron sahen wir, wie eine Wiese gewässert wurde. Dann liefen wir zum Isehuet. Wir sind 100 m gestiegen. Wir marschierten durch den 1000-jährigen Hohlweg. Dann kamen wir zum oberen und zum unteren Berghof. Wir sahen eine Lehmgrube. Dann kamen wir zu einem Bienenhaus. Nun liefen wir am Kloster vorbei. Mit der Bahn fuhren wir nach Langenthal zurück.

Julia und Kaya. Wir sind mit dem Zug nach St. Urban gefahren, dann mit dem Bus nach Altbüron. Wir liefen der Rot entlang. Da haben wir geschlossenen Britschen gesehen. Wir haben die gewässerten Wässermatten gesehen. Nachher sind wir auf den Isehuet gelaufen und haben gegessen. Dann haben wir die Lehmgrube gesehen. In St. Urban liefen wir durch die Klosteranlage und fuhren zurück mit der Bahn nach Langenthal.

3. Wanderung: Langete + Rot = Murg

Sarah und Anna. Wir fuhren mit der Bahn nach St. Urban. Dann kamen wir zum Dreiländerstein. Wir sahen die Rot. Wir sahen eine alte Sägerei. Das Rad war im letzten Winter eingefroren. Die Langete und die Rot flossen zusammen: die Murg. Wir waren bei der Ruuschi. Nachher liefen wir zur Aare. Die Murg floss in die Aare hinein. Von Murgenthal fuhren wir mit der Bahn zurück.

4. Wanderung: Im Önztäli

Alexandra und Nikita. Wir fuhren von Langenthal nach Herzogenbuchsee. Wir liefen zur Sagi Heimenhausen. Wir sahen, wie sie funktioniert. Wir assen das Pic-nic unter dem Zelt. Wir liefen über den Hubel und sahen den Graben. Wir liefen zur Sprenglinde. Wir sind in Stadönz angekommen. Da fliesst die Önz in die Aare. Wir liefen über die Berkenbrücke und Frau Suter sagte: „Kiesgrube Berken – bitte merken." Wir sahen die Vogelraupfi und liefen weiter bis zum EW Bannwil. Dann sahen wir in den Stollen. Wir sahen die Biberspuren, die Kiesgrube Risi und kamen in Aarwangen an.

5. Wanderung: Beim Chlosterziegler

Mia und Sophia. Wir fuhren nach St. Urban. Dann liefen wir zum Kloster. Dort wurden wir empfangen von Herrn Bucher. Wir liefen in die katholische Kirche, es war gross und schön. Dann gingen wir in die Ziegeleiwerkstatt. Da mussten wir den Ton kneten, um einen Ziegel zu machen. Wir haben den Ton in die Form geschmissen. Nun drückten wir Muster in die Form hinein. Unser Ziegel muss trocknen und wird gebrannt. Wir liefen zum Bahnhof und fuhren zurück nach Langenthal. Das war ein interessanter Tag.

Niklas und Paula, Wir machten gestern einen Ausflug nach St. Urban. Dorf trafen wir den Chlosterziegler, er hiess Herr Bucher. Er hatte seine Werkstatt ganz nahe beim Kloster. Er führte uns in der Kirche herum. Dann gingen wir in seine Werkstatt. Er zeigte uns, wie das Ziegelmachen geht. Danach durften wir selber einen machen. Es hat viel Spass gemacht. Er wusste auch ganz viel zu erzählen. Dann fuhren wir mit der Bahn zurück in die Schule

6. Besuch: Im Museum

Paula und Niklas. Wir sahen heute ein Modell, das ein Nashorn darstellt. Das Nashorn lebte etwa vor 50'000 Jahren! Man fand Kopf- und Kieferknochen. Es ist etwa so gross wie ein Pony. Die Knochen wurden in der Lehmgrube beim Sängeliweiher gefunden. Das Nashorn, das man nachgemacht hat, hat kein Horn, weil man herausgefunden hat, dass es in Wirklichkeit auch keins hatte. Es lebte, bevor der Gletscher hier war. Es hat 6 Rippen pro Seite. Man hat die Knochen 1980 – 1983 gesucht, hat aber nur die zwei gefunden.

Nikita und Alexandra. Wir sind heute im Langenthaler Museum gewesen. Nikita und ich wollten über den Kerker schreiben. Der ganze Kerker war aus Holz, war sehr dunkel, nur durch das Gitterfenster kam ein bisschen Licht. Die Landjäger mussten sich um die Gefangenen kümmen. Das Bett war viel zu schön für einen Kerker. Am Genfersee war ein Kerker, der 8 m unter der Erde war. Es haben da nicht alle Gefangene überlebt. Es hatte eine hölzerne Kiste, in der hatte es einen Topf, in den sie ihr Geschäft machten konnten. Der Wärter muss das Türchen öffnen, um das Essen zu geben. Es hat sehr viel Spass gemacht.

Kaya und Skirmantas. Das Gold wurde aus Bächen gefischt. Zuerst muss man Sand und Steine in einen grossen Bottich leeren. Danach muss man Sand und Steine sieben und den übriggebliebenen Sand gut auswaschen. Wenn man das Gold findet, hat man grosses Glück. Es ist auch mini -mini -klein. Um das Gold heraus zu holen, braucht man mehrere Monate. Wenn man es dann gefunden hat, ist es nicht sehr viel. Man kann tolle Sachen machen, zum Beispiel einen Goldzahn.

7. Wanderung: Auf den Spuren des Rhonegletschers

Aus dem Heimatkundeheft. Von W her floss der Rhonegletscher 180 km weit ins Mittelland in der letzten Eiszeit. Die Gletscherzunge reichte bis in den Raum Olten. Dort lagerte sie die Endmoräne ab. Die Kieswerke Berken, Risi, Wynau – aber auch Niederbipp und Boningen- fördern den Kies zu Tage. Grosse Brocken blieben liegen: In Steinhof liegt der grösste Findling des Mittellandes, die grossi Flueh.

 

 

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